Prognose- und Bewertungskonzepte

Ziel des Projektes ist die Energieeffizienzbewertung in gängige Methoden des SCM und der Produktionslogistik zu integrieren. Als geeignete Methode des SCM wird in diesem Kontext die Simulation angesehen. Entsprechend werden im Rahmen des Forschungsvorhabens Simulationswerkzeuge (OTD-NET, Plant Simulation®) um eine energetische Bewertung erweitert. Weiterhin steht die Integration verfügbarer Sachbilanzdaten aus geeigneten Datenbanken (HBEFA, ecoinvent, ELCD) im Fokus, um eine doppelte Modellierung zu vermeiden und vor allem die gleichrangige Berücksichtigung der Zielgrößen Energie, Kosten und Leistung zu gewährleisten. Aufgrund der unterschiedlichen Qualität der Datenbasis im inner- und außerbetrieblichen Bereich (hohe Verfügbarkeit von konsistenten Datensätzen für den außerbetrieblichen Transport, aber keine verwendbaren Daten für den innerbetrieblichen Bereich), wurden im Rahmen des Forschungsvorhabens verschiedene Bewertungsmethoden entwickelt, die den jeweiligen Anwendungsfällen gerecht werden.

Die folgenden drei grundsätzlichen Methoden kommen im Projekt E2Log zum Einsatz:

  • Intra-simulative Bewertung mit direkter Anbindung von Sachbilanzdaten: Dieser Ansatz ist aufgrund der verfügbaren Sachbilanzdaten ausschließlich für den außerbetrieblichen Bereich geeignet. Er wird durch die Anbindung der ELCD-Datenbank an das Simulationswerkzeug OTD-NET realisiert und im Anwendungsfall VW Nutzfahrzeuge validiert.
  • Intra-simulative Bewertung ohne Anbindung von Sachbilanzdaten auf Basis von Messdaten: Dieser Ansatz wird im innerbetrieblichen Bereich verfolgt. Aufgrund des Fehlens geeigneter Sachbilanzdaten basiert diese Methode ausschließlich auf real gemessenen Energieverbrauchsdaten. Die Realisierung dieser Methode erfolgt durch die Erweiterung des Materialflusssimulationswerkzeugs Plant Simulation® um die energetische Bewertung. Die Validierung dieser Methode erfolgt in den Anwendungsfällen WILO und UNIWHEELS.
  • Post-simulative Bewertung auf Basis von Sachbilanzdaten: Außerbetriebliche Transportrelationen, die keine zu große Komplexität aufweisen und durch Zwischenlagerung vom innerbetrieblichen Materialfluss entkoppelt sind, können auch im Anschluss an Simulationsexperimente auf Basis vorhandener Sachbilanzdaten energetisch bewertet werden. Dieser Ansatz wird durch eine post-simulative Bewertung auf Basis der HBEFA-Datenbank realisiert und im Anwendungsfall WILO validiert.

 

 

Projektkonsortium