E2Log Definition der Energieeffizienz

Die Auswirkungen der Logistikplanung auf den Energiebedarf von Logistikprozessen im Produktionsumfeld werden im Forschungsprojekt E2Log mit dem Ziel untersucht, den Energiebedarf von inner- und außerbetrieblichen Logistikprozessen zu reduzieren, also die Energieeffizienz zu steigern. Umfassende Literaturrecherchen zeigen, dass sich der Begriff Energieeffizienz zu einem vielverwendeten und unterschiedlich interpretierten Begriff entwickelt hat. Neben einer reinen Verwendung als Schlagwort ist eine enorme Vielfalt an Definitionen und Interpretationsansätzen vorzufinden.

Da sich eine reine Gegenüberstellung der recherchierten Definitionen als nicht zielführend erwies,  wurde ein der Ansatz gewählt, den Begriff Energieeffizienz in seine Komponenten „Energie“ und „Effizienz“ zu zerlegen und deren Begriffsinhalte auszuarbeiten.

Bei der betrieblichen Leistungsbewertung werden die Ziele in die Leistungserstellung bezogene Effizienz (Leistungsziele: Produktivität, Wirtschaftlichkeit) und in die Leistungsverwertung bezogene Effektivität (Sachziele: mengenmäßige, qualitative und zeitliche Erfüllung der Nachfrage) aufgespalten.

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(Abb. in Anl. an: Gladen, W. 2011: Performance Measurement: Controlling mit Kennzahlen, S.178)

 

Vor dem Hintergrund dieses Zusammenhänge wurde für das Projekt E2Log folgende Arbeitsdefinition vereinbart:

 

„Die Energieeffizienz eines Transformationsprozesses bezeichnet die Güte des Verhältnisses aus der angestrebten Transformationsleistung aller Wertschöpfungs- sowie die Wertschöpfung begleitenden und ermöglichenden Prozesse zu der eingesetzten Energie für die Objekte und Ressourcen, die innerhalb des Bilanzraumes dazu unmittelbar und mittelbar zum Einsatz kommen.“

 

Diese Definition bildet im weiteren Verlauf des Forschungsprojektes die Grundlage für die Abgrenzung der betrachteten Systeme. Im Fokus stand dabei der Bilanzierungsraum - dessen Grenzen, Objekte und Energieträger.

 

 

Projektkonsortium